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Hanns Martin Elster
Schriftsteller & Nationalsozialist

Hanns Martin Elster (11. Juni 1888 in Köln; † 17. November 1983 in Gräfelfing), der nach eigenen Angaben spätestens seit 1933 Mitglied der NSDAP und des Kampfbunds für deutsche Kultur war, arbeitete nach der nationalsozialistischen Machtergreifung in der Pressestelle für Beamte bei der Reichsleitung der NSDAP. Von 1933 bis 1934 war er Chefredakteur der Zeitschrift Das Dritte Reich des Deutschen Beamtenbundes und von 1934 bis 1936 der Nationalsozialistischen Beamtenzeitung.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab Elster ab 1950 die Zeitschrift Die Lesewelt des Deutschen Bücherbundes heraus und wirkte ab 1952 als Verleger in Düsseldorf. Er war der Präsident der Autorenvereinigung Die Kogge und ab 1968 Präsident der Gesellschaft der Bibliophilen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden folgende Werke Elsters auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt: Dietrich Eckart. Der deutsche Dichter und Vorkämpfer des Nationalsozialismus (Berlin 1934), Liebe und Ehe (ab der 11. Auflage 1936) das um 1934 im Verlag der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt erschienene Buch Gesunde Eltern — gesunde Kinder!, Bismarck (1944), Heinrich der Löwe (1940) sowie Was verrät Gesicht und Haltung? (1939).

Als Werfel am 11. Dezember 1933 in grenzenloser Naivität seine Aufnahme in den nazitreuen «Reichsverband Deutscher Schriftsteller» beantragte und dafür sogar eine Loyalitätserklärung gegenüber dem Hitler­Regime abgab, mußte ihm trotz Fürsprache seines Schriftstellerkollegen Hanns Martin Elster mitgeteilt werden, daß für Juden in der deutschen Literatur kein Platz mehr sei. Vom Verlust seiner schriftstellererischen Identität hat Werfel sich nie mehr erholt.